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An einen Menschen...
(Grundsatztext von Pedro)
So weit ich weiß:
Klar, ich kenne nicht die absolute Wahrheit. Ich bin nur ein Mensch. Also kann ich mich total irren in meiner Sichtweise. Doch selbst auf das Risiko hin, zu irren, schreibe ich diesen Text, weil ich versuchen muss, so weit ich das kann, die Frage zu beantworten:
Was werde ich mit der Lebenszeit tun, über die ich verfüge?
- So weit ich weiß...
Eines Tages werde ich sterben. Heute lebe ich. Also muss ich die Frage beantworten.
- So weit ich weiß...
Zeit mit unwichtigen Dingen zu verbringen, ist sinnlos. Also kann das Leben nur sinnvoll sein, wenn man es für das Wichtigste nutzt.
- So weit ich weiß...
Das Wichtigste, das getan werden muss, ist, das Leiden zu beenden – das Leiden, das wir (die Menschheit) für uns und den Rest der Welt geschaffen haben: dieses Leiden, das wir vor Augen haben.
- So weit ich weiß...
Die Wurzel alles Leidens ist unser Egoismus.
- So weit ich weiß...
Der einzige Weg, das Leiden zu beenden, ist, unseren Egoismus in Liebe umzuwandeln.
- So weit ich weiß...
Wir werden das Leiden nur beenden, wenn jeder Einzelne (ich und du) sich entscheidet, sein egoistisches Verhalten (eines nach dem anderen) in liebevolles Verhalten zu ändern, und wenn jede Gruppe (meine und deine – Paar, Familie, Freunde, Gemeinschaft, Religion, Bewegung, Partei, Organisation, Verein, Unternehmen, Konsortium, Institution,
Dorf, Stadt, Großstadt, Land, Kontinent etc.) sich entscheidet, ihr egoistisches Verhalten in liebevolles Verhalten zu verändern.
- So weit ich weiß...
Wir werden das Leiden nur beenden, wenn jeder von uns anfängt und sich anstrengt, sich innerlich zu ändern und dies täglich fortsetzt und nicht damit aufhört. Solange es dieses Leiden noch gibt, sind unsere Mühen noch nicht stark genug.
- (So weit ich weiß...
Das Staats- und Geldsystem sind weltweit zwei egoistische Grundlagen unserer Gesellschaft. Sie sind die Grundlagen, die Leiden schaffen. Um das Leiden zu beenden, ist es notwendig, diese egoistische Grundlage unserer Gesellschaft zu zerbrechen.
Wir beginnen damit, sie in unserem Leben zu zerbrechen.
So weit ich weiß...
Gewaltfreiheit (Einmütigkeit und gewaltfreie Aktion) und Sich- gegenseitig-beschenken sind liebevolle alternative Grundlagen. Statt Leiden schaffen sie soziale Harmonie. Um das Leiden zu beenden, ist es notwendig, diese liebevollen alternative Grundlagen in unserer Gesellschaft zu entwickeln. Wir fangen mit unserem eigenen Leben an.)
- So weit ich weiß...
Dieser innere Wandel ist der einzige ehrliche Sinn, den ich für mein Leben finden kann. Das ist nicht leicht, aber zutiefst glücklich.
- So weit ich weiß...
Meine Anstrengungen reichen sicher nicht aus. Es gibt immer noch extrem viel Leid. Also werde ich heute versuchen, mich noch liebevoller statt egoistisch zu verhalten.
Danke für alle Anstrengungen, die ihr bereits in diese Richtung unternommen habt.
Ich liebe euch.
...von einem Menschen
[mein Name ist unwichtig]

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