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Vorbemerkung

zur Grundsatztext-Sammlung

Diese Sammlung der Grundsatztexte (GTS) der Schenker soll so etwas sein wie eine „geistige Werkstatt:“ Aufgabe der Grundsatztexte ist es, die Schenker-Ideale (SI) tief in die Köpfe und Herzen von uns Schenkern und anderen Menschen hineinwachsen bzw. sich verwurzeln zu lassen. Insbesondere soll das individuelle „geistige Gewebe“ jedes Menschen und seine persönliche Ausdrucksform geachtet und die Schenker-Ideale darin „lebendig einverwoben“ werden. Man kann auch sagen, daß es um eine Einführung in (gemeinsames) „organisches Denken“ gehen soll.

Die Texte in dieser Sammlung sind die wichtigsten Schenker-Texte, weil sie den für alle Teilnehmer der „Schenker-Bewegung“ verbindlichen inhaltlichen Einigungsnenner ausdrücken. Hier darf es keine wesentlichen Meinungsabweichungen geben - bei allen sonstigen Schenker-Flugblättern oder Texten kann man auch „ganz anders“ denken...

Hier liegt sozusagen das "Zell- bzw. Wachstums-Programm" für das von uns Schenkern vorgeschlagene glückliche und verantwortliche Leben - unser Vorschlag eines kleinsten nötigen Einigungsnenners, unter dem die Menschen zu einem gemeinsamen global verantwortlichen Leben zusammenfinden könnten.

Schwächen und Inkonsequenzen bei der praktischen Umsetzung sind zwar auch schlimm; viel schlimmer aber ist es, wegen seiner Schwächen die Richtung zu verlieren und z.B. aus enttäuschtem falschem Geltungsdrang die Ideale auf das Niveau seiner Fehler herunterzustutzen.

Um gegen "Guru-Kult" und falsche Verallgemeinerung einer persönlichen äußeren Form oder persönlicher Detail-Auffassungen zu wirken, soll bitte (zumindest) jeder Schenker einen Grundsatztext in seinen Worten und gemäß seinen persönlichen Gedanken-Verflechtungen verfassen. Verschiedenheit der Formen und Abweichungen in Einzelheiten sind dabei durchaus erwünscht.

In den wesentlichen Inhalten aber besteht Unantastbarkeit!

Es ist der Anspruch des Öm-Textes, des ersten und grundlegenden Textes der Sammlung, daß die Frage, was das inhaltlich Wesentliche ist, trotz Verzicht auf Dogmatisierung einer äußeren Form hinreichend erkennbar ist. So erkennbar, daß innerhalb der "Schenker-Bewegung" - was am wichtigsten ist - und außerhalb wesentliche Widersprüche zum Gemeinten sich deutlich genug entlarven.

Insbesondere ist es Aufgabe der Schenker, die Stimmigkeit der Schenker- Ideale (SI) zu schützen und wesentliche Widersprüche zu erkennen. Die Schenker sind die Menschen, die so sehr auf dieses Ideal schenkender Liebe vertrauen, daß sie sich bezüglich gewaltsam durchsetzbarer Rechte, Besitztitel etc. völlig wehrlos gemacht haben.

Der Geltungsanspruch ihrer Stimme beruft sich ausschließlich auf „inhaltliche Autorität“ und „gewaltfreie Verbindlichkeit“ (z.B. in Form sogenannter „Gewissenserklärungen“) statt auf äußere Macht.

Ganz im Sinne der „gewaltfreien moralischen Wahrheits- oder Seelen- Macht“, für die z.B. Mahatma Gandhi oder auch Jesus lebten.

Jeder neu zur Sammlung hinzukommende Text muß im Wesentlichen in Übereinstimmung mit den bereits enthaltenen Texten stehen.

Auch erst später - nach Aufnahme in die Sammlung - entdeckter wesentlicher Widerspruch führt zu Korrektur oder Entfernung des Textes aus der Sammlung.

Der wesentliche Gehalt, welcher letztlich am Öm-Text festzumachen ist, ist also nicht, auch nicht in Zukunft, veränderbar. Bevor Versuche, dieses Wesentliche im Sinne falscher "Weiterentwicklung" auszuhebeln, Erfolg hätten, ist die Bewegung stattdessen aufzulösen bzw. wird sie schon jetzt für diesen Fall als dann aufgelöst erklärt.

Natürlich kann alles, da es ja nur menschliche Gedanken sind, verkehrt sein, auch die Schenker-Ideale (SI) oder der Öm-Text. Es geht lediglich, im Sinne eines Experiments, um einen ausreichend stabilen „Sicherheits-Mechanismus“ für radikale Ideen, die höchst „verwässerungs-gefährdet“ sind! Siehe z.B. die Entwicklung der Ideen von Jesus oder Gandhi.

Wir bitten um Respekt vor dieser Art von Experiment, besonders natürlich von „Mit-Schenkern“. Wer es nicht (mehr) gut findet, kann gern andere Experimente machen. Kommen eines Tages alle Schenker zu solcher Einsicht, können sie die Schenker-Bewegung auflösen und das vermeintlich Bessere (daraus) machen.

Aber solange es Schenker gibt, die die Schenker-Bewegung im Sinne der hier stabil grundgelegten „Regie“ führen wollen, sollte man ihnen diese „Regie“ jedenfalls auch überlassen.

Über Aufnahme von Texten in die Sammlung ebenso wie über Korrekturen oder Entfernung aus der Sammlung entscheiden die Schenker im „Fundierten Konsens“ miteinander.

Auch gegenüber Außenstehenden, Gemäßigten und Teilaussteigern ist noch wichtiger als die Größe der "kleinen Schritte" oder (praktischen) Unterstützungsbeiträge, ob man - zumindest theoretisch - demselben
"Zell- bzw. Wachstumsprogramm" bzw., in einem anderen Bild formuliert, demselben "Bauplan" folgt.

Will man ein Haus bauen, wozu verschiedene Arbeitsgruppen selbständig hergestellte Teile liefern sollen, dann entscheidet die Befolgung des Bauplanes darüber, ob diese Teile ins ganze Haus eingearbeitet werden können oder nicht. Ein großer Beitrag, der nicht paßt, ist weniger wert als ein kleiner, der paßt.

Dasselbe "Zell- bzw. Wachstumsprogramm" oder denselben "Bauplan" gemeinsam mit den Schenkern anzuerkennen, als unveränderliche Basis der Schenker-Bewegung schützen zu wollen, und bei dem eigenen - mehr oder weniger großen - Mitwirken befolgen zu wollen, ist das Kennzeichen der sogenannten "inhaltlichen Unterstützer" bzw. "Schenker- Verbündeten."

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