Die Schenker

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Stellungnahme Medien

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Stellungnahme von Öff!Öff! (Jürgen Wagner) zu den laufenden Medienberichten

Liebe Dorfbewohner/innen von Pommritz,

in Anbetracht der häufigen Zeitungs- und Fernsehberichte über die „Waldfamilie“ ist mir wichtig, Ihnen einige Erklärungen abzugeben.

Vieles vor allem in den Bild-Zeitungsberichten Veröffentlichte ist Märchen, verzerrt und verfälscht dargestellt.

Wahr ist, dass ich mit meiner Lebensweise seit 16 Jahren extreme Bedingungen auf mich nehme, wie Kälte, Witterungsverhältnisse, räumlich sehr engen Wohnraum, zeitweisen Nahrungsverzicht und Einschränkung der Nahrungsauswahl, Verzicht auf Schutz von Leib, Leben, Ruf und Eigentum durch Gewaltanwendung, Verzicht auf soziale Absicherung. Dieses Leben führe ich deshalb, um ein Zeichen zu setzen, wie dringend notwendig ich eine Beendigung der Zerstörungen durch Geld-, Macht-, Besitz- und Genussgier, Hass, Gleichgültigkeit, Gewalt und Betrug halte, damit die Erde weiterhin als unser Lebensraum bestehen kann und allen Menschen auf der Welt Menschenrechte und würdige Lebensbedingungen zuteil werden.

Falsch ist, dass ich mich ausschließlich aus der Wildnatur ernähre. Zum größeren Teil esse ich Nahrungsmittel aus Lebensmittelmärkten, die sonst verderben würden, um dadurch Zeit und Energie frei zu haben für idealistische Arbeit – Korrespondenz, Friedensarbeit und Öffentlichkeits- arbeit. Meine Erfahrungen in Ernährung mit Insekten und Schnecken sind sehr begrenzt, ich halte dieses Gebiet (in Anbetracht möglicher baldiger extremer Nahrungsknappheit und der Vergrößerung der Unabhängigkeit der Nahrungsmittelversorgung vom gängigen System) für sehr wichtig und wir sind mitten im Erforschen gangbarer Wege.

Was die Rolle von Technik anbetrifft, so halte ich ihren Einsatz im Bereich von Waffen, Vergnügung, Verkehr und Bequemlichkeit für fehl am Platz oder stark überzogen. Gezielten verantwortungsvollen Einsatz von Technik befürworte ich, bin selbst dankbar, dass ich geschenkt Mobiltelefon und Computer für Bürozwecke nutzen kann.

Die Berichte selbst halte ich einerseits für ein gutes Beispiel, wie Informationen und Meinungen von Medienvertretern gemacht werden. Andererseits begrüße ich sehr, dass das Thema “Leben und überleben in der freien Natur, einfache materiell bescheidene Lebensweise mit Schonung der Naturkreisläufe“ durch die Berichte in die Öffentlichkeit gebracht wird, weil ich es für einen wichtigen Teil des Lösungsansatzes für die heutigen Weltprobleme halte. Tiefer gehende Berichte nehmen auch auf unsere Grundwerte der Gewaltfreiheit und des Teilens nach Bedürfnissen Bezug (von uns auch „schenkende Liebe“ genannt).

Bezüglich Medienvertretern gebe ich bereitwillig auf Fragen Auskunft. Den Anspruch auf wahrhaftige Berichterstattung habe ich und teile ihn auch mit, verzichte aber auf Durchsetzung mit Gewalt und überlasse dem Gewissen der Reporter die Darstellung in den Medien. Steigerung der Wahrhaftigkeit in der Medienkultur halte ich für dringend erforderlich, allerdings muss die meiner Ansicht nach durch Einsicht und freiwilliges Umschwenken der Medienvertreter aus gewissensmässiger Überzeugung geschehen

Verletzung oder Rufschädigung von Außenstehenden durch Berichte ist nicht meine Absicht und bedaure ich aufrichtig, so geschehen. In einem Bericht sei erwähnt worden, „Nachbarn hätten sich über Johannas Geschrei beschwert und wir seien deswegen vertrieben worden“. Uns ist nichts dergleichen bekannt geworden, im Gegenteil sind wir dankbar für die freundliche Aufnahme und Unterstützung, die Moni und Johanna in dem halben Jahr Aufenthalt in Pommritz erfahren haben. Ich bin auch bereit, mich für Richtigstellung verkehrter Mediendarstellungen einzusetzen, bitte Sie aber darum, nicht mich als Verantwortlichen für die Inhalte der Berichte zu betrachten, weil ich prinzipiell den Medienvertretern freie Hand lasse in der Gestaltung ihrer Veröffentlichungen. Ich will anderen Menschen die Freiheit geben, Gutes oder Schlechtes zu tun und dies an ihrem eigenen Gewissen zu messen („Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden“, Rosa Luxemburg).

Falls weitere Fragen und Rückmeldungen zu Berichten bestehen, begrüße ich, wenn Sie sie mir direkt mitteilen. Ich beantworte sie nach besten Kräften (, Öff!Öff!, Biotopia, beim Gasthof zur gemauerten Mühle, Kittlitz).

Ich grüße das natürliche göttliche Licht in Allen,

Öff!Öff! (Jürgen Wagner)

 

 

 

Zusatz von Uwe W. Haspel, Friedensgarten:

Sehr schätze ich Öff!Öff!s Einsatz in Anbetracht der Weltprobleme. Ich hab die feste Gewissheit, dass wir Menschen untereinander und mit unseren Mitwesen in Frieden leben können und alle Menschen auf der Erde Nahrung, sauberes Trinkwasser, Menschenrechte und würdige Lebensumstände bekommen können, wenn wir uns auf Gott, unser aller Ursprung und Lebensquelle besinnen und jeder an seinem Platz ein verantwortliches Leben führt, vergleichbar mit einer gesunden Zelle im Organismus Erde.

Uwe W. Haspel

[Stellungnahme Medien]
 

 

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