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Wie ich zum Wesen meines inneren Glücks vorgedrungen binIch sehnte mich zutiefst danach, ein glücklicher Mensch zu werden!
Wie konnte diese Entwicklung von einem in ziemlichem Nebel tapsenden Menschen hin zu einem glücklichen Menschen geschehen?Der erste Schritt dabei ist, sich selbst immer mehr zu verstehen: Das bedeutet einerseits, sich seiner Gefühle, Motive und Gedanken immer mehr bewußt zu werden. Andererseits gehört aber auch dazu, sich seinen freien Entscheidungs- und Handlungsspielraum bewußt zu machen: Bei uns Menschen sind zwar schon gewisse Bedingungen wie bei einem Kartenspiel vorgegeben, doch sollten wir mit unseren Vorbedingungen so umgehen, als stünden sie zumindest weitgehend in unserem freien Gestaltungsspielraum. Die Haltung jedenfalls, wenigstens all jene Kräfte und jenes Potential durch unsere Gestaltungsfreiheit in uns freilegen zu können, welche für eine Heilung der Erde notwendig sind, ist sicherlich die einzig wirklich verantwortliche und fruchtbringende Weise, unsere menschliche Freiheit zu betrachten und zur wesentlichen Entfaltung zu bringen. Ich spüre auch, dass ich über die Gestaltung meines eigenen Denkens, Fühlens und Wollens in besonderer Weise verfügen kann: Ich habe zu meinem Ich einen sehr direkten Zugang, habe solch einen direkten Zugang bzw. direkte Verfügbarkeit aber nicht gegenüber anderen Menschen oder Wesen. Wenn ich mich also zu einem glücklichen Menschen entwickeln will, stellt sich mir die Frage, wie ich meine Gedanken, Gefühle und Entscheidungen gestalten soll. Da ich mich dabei nicht als ein von der übrigen Welt getrenntes Wesen betrachten kann, stellt sich mir die Frage gleich auch danach, in welcher Wechselbeziehung mein Selbst zum Rest der Welt steht. Für mich stellt sich die ganze Welt als eine lebendige Einheit, ein großer Organismus dar, worin mensch eine Höchstform von Verflochtenheit sehen kann, dergestalt, daß sie durch ein inneres Zellprogramm gesteuert und miteinander verbunden ist, welches im Einzelnen wie auch im Ganzen dasselbe ist. Wahres Glück und echte Selbstverwirklichung bedeutet dann, mein Selbst- und Lebenskonzept mit der echten (vor allem eigenen inneren) Selbst- und Wirklichkeitsstruktur in Einklang zu bringen. Die einzelne Zelle, die gemäß ihrem inneren Zellprogramm lebt, dient dadurch gleichzeitig dem Gesamtorganismus, da dieses Zellprogramm darauf ausgerichtet ist, die Gesundheit des Gesamtorganismus zu gewährleisten. Genau wie die Zelle im Organismus vernetzt und verwoben ist, sollten wir Menschen uns ebenfalls als einzelne Zellen im Organismus der Welt verbunden fühlen und uns in die Schöpfung so einfügen, daß es zu einem harmonischen Ganzen zusammenwachsen kann. Auch betrachte ich uns Menschen sozusagen als kleine Puzzles (Mikrokosmen) innerhalb des großen Puzzles (Makrokosmos) des Lebens und der Welt. Als kleine Puzzles betrachtet, können wir Menschen die einzelnen Teile unseres Puzzles immer mehr zu einem harmonischen Bild vervollständigen. Und dann können wir uns als jeweils passendes kleines Puzzle im großen Weltpuzzle an der richtigen Stelle einfügen, so daß sich das Ganze zu einem zwar sehr komplexen, aber doch harmonischen Gesamtbild entwickeln kann. Gutes Tun und Wirken in dieser Welt hängt also in erster Linie von der richtigen Steuerung bzw. vom richtigen inneren Informationsprogramm ab. Je reiner wir mit unserem inneren Steuerungsprogramm in Einklang leben, umso heilender ist unsere Wirkung auf den Gesamtorganismus. Denn so wie Same und Baum einander bedingen, so besteht die Voraussetzung einer harmonischen Entwicklung in der Welt im Wiederfinden unseres inneren Zellprogramms. Allerdings ist in uns Menschen kein richtig intakter (Instinkt-) Automatismus (mehr) angelegt, so wie die Katze die Maus fängt, oder der Same eines Apfelbaumes nicht zu einem Birnbaum erwachsen kann. Wir Menschen müssen deshalb lernen, uns unseres inneren Zellprogramms bewußt zu werden und all unsere verschiedenen Kräfte so zu gestalten oder zu verwandeln, daß wir uns diesem ganz unterordnen. Verselbständigt sich eine Zelle vom übrigen Zellverband in willkürlicher Weise und lebt auf dessen Kosten, gleicht das einem Krebsgeschwür, welches den Gesamtorganismus zu zerstören droht. Wie komme ich nun zu dieser inneren Instanz, welche ich mit dem Bild des inneren Zellprogramms veranschaulicht habe?Als erstes schließt dies die Bereitschaft ein, in unvoreingenommener Offenheit die Wirklichkeit zu betrachten und sich von falschen Anhaftungen im Denken und Handeln zu befreien. Bringen wir unser Leben mit dem so Erkannten zunehmend in Einklang, können wir dadurch immer weiter auf dem Weg hin zur alles tragenden und verbindenden Wahrheit gelangen. Doch woher nehme ich die Gewißheit, daß ich auf dem richtigen Weg meiner Wahrheitssuche bin? Der Wegweiser dafür ist stets die innere Freude des Gewissens, welches als zugleich natürliches und bewußt geistig-moralisches Lebensprinzip beschrieben werden kann. Die innere Freude des Gewissens ist also meines Ermessens gleichsam als wirkende Kraft Gottes oder der Wahrheit in uns beschreibbar; halten wir daran unbeirrbar fest, können wir ein wahrhaft glückliches Leben führen. Unser inneres Zellprogramm, das Gewissen, gleicht einem Kompaß und kann stets Wegweiser sein, sofern wir uns diese Quelle wirklich erschlossen haben: Wahres und tiefes inneres Glück oder Unglück, ein gründlich und selbstkritisch geprüftes singendes Herz, ist stets unser bestmöglicher Maßstab für Wahrheit oder Falschheit, an den wir uns halten können. Auf das Gewissen gestütztes Denken kann uns dabei dazu dienen, mit den vielen verschiedenen Aspekten der Wahrheit in ausgewogener Weise zu jonglieren und die inneren Kräfte so zu ordnen, daß wir uns harmonisch in den gesamten Lebenszusammenhang einfügen. Denn das freie Spiel der in uns sprudelnden Gefühle und Motive einerseits und andererseits auch die Folgen unseres Tuns in der Welt sind äußerst komplex; deshalb ist es wohl wichtig, unser Innenleben und das Eingreifen in die Zusammenhänge der Welt auch denkerisch zu reflektieren. Allein mittels Gefühlen ist das Gewissen hingegen nicht imstande, unsere Innenwelt zu ordnen sowie die Folgen unseres Tuns ausreichend zu durchblicken und zu beurteilen. Nun habe ich allerdings die Freiheit, meine Gefühle, mein Denken und meine Entscheidungen dafür einzusetzen, um mich glücklich oder unglücklich zu machen bzw. mich für Wahrheit oder Falschheit zu entscheiden. Dies ist zunächst ein innerer Kampf im Menschen zwischen dem oberflächlichen Augenblicksgenuss einerseits, welcher die Folgen auf den Gesamtorganismus unbedacht läßt, und andererseits dem tiefen menschlichen Glück, welches sich in liebevoller Verbundenheit zu den anderen Menschen und Wesen im selbstlosen Dienst an der Schöpfung entfaltet. Der Egoismus im Menschen macht ihn zu einer isoliert gesteuerten Zelle im Organismus der Menschheit. Die Liebe hingegen, die sich am Wohl des Ganzen orientiert, läßt uns die Vereinigung mit unserem wahren Selbst und den übrigen Geschöpfen fühlen. Dieser innere Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen egoistischen Teilinteressen und der Bewußtseinsausrichtung auf das Wohl des Ganzen, kann mit dem Kampf zwischen zwei Persönlichkeiten im Menschen verglichen werden, zwischen zwei verschiedenen Willen oder zwischen dem höheren und niederen Selbst. Unser niederes Selbst sieht uns vom Betrachterstandpunkt einer vom übrigen Organismus unabhängigen Zelle, welche gegenteilige und getrennte Interessen verfolgt und vor allem das eigene oberflächliche Wohlbefinden berücksichtigt. Dies läßt uns selbstsüchtig und materialistisch werden. Wenn dagegen unser höheres Selbst uns regiert, nehmen wir den Betrachterstandpunkt einer im Organismus der Menschheit harmonisch eingewobenen Zelle ein, welche vor allem das spirituelle Wohlbefinden berücksichtigt und die Wirklichkeit so sehen will, wie sie wirklich ist. Was bedeutet es nun genauer, sich wie eine gesunde Zelle in den Lebenszusammenhang einzuordnen bzw. ein insgesamt verantwortliches Leben zu führen?Die Fäden, die ich im großen Geflecht des Lebens spinne, sollten für mich so einfach und überschaubar sein, daß ich die Folgen meines Tuns ausreichend im Überblick habe, um so die eigenen Handlungen überhaupt zum Guten gestalten zu können. Die eigentlichen Lebensbedürfnisse zu entdecken und die eigenen Bedürfnisse mit dem Wesentlichen in Einklang zu bringen, ist für ein echtes Verantwortungsbewußtsein das Entscheidendste. (Natürlich ist es noch ein großes Experimentierfeld, wie weit mensch in der Lebensvereinfachung gehen kann...) Grundlegend dabei ist, sich als erstes aus den direkten Verstrickungen der von Menschen geschaffenen undurchschaubaren und komplexen Strukturen zu lösen. Nur so haben wir die Fäden, die wir in unserem Leben ziehen, am ehesten selbst wieder in der Hand, können sie selbst gestalten und vor unserem Inneren spiegeln. Echte Spiritualität, Wahrhaftigkeit und Verantwortung gehen also einher mit einem ganzheitlichen und bewußten Leben, welches in der Einfachheit und Natürlichkeit wiederzufinden ist. Wer sich dagegen in zerstörerischen und undurchschaubaren Strukturen befindet, die er selbst nicht ausreichend durchblickt oder meistert, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm sozusagen das Mark zwischen den Fingern zerrinnt, er innerlich unausgefüllt und unglücklich wird. Bei allem berechtigten Bemühen um Überschaubarkeit der eigenen Lebenszusammenhänge wird uns dann die Komplexität des Lebens aber wohl auch die Grenzen unseres Wissens deutlich machen. Sehen zu lernen, daß unser menschliches Wissen lediglich ein kleiner Tropfen gegenüber dem riesigen Meer an (göttlichem) Lebenswissen ist, wird uns wohl recht demütig werden lassen. Im daraus folgenden Bemühen, nur behutsam und zurückhaltend in die Lebenskreisläufe einzugreifen, sollten wir an dem festhalten, was das Einfachste, Natürlichste und Ursprünglichste ist, an dem also, was unserem seelisch-geistigen, physischen und intuitiven Zellprogramm entspricht. Wer sich hingegen anmaßt, willkürlich nach kurzsichtigen aus dem Lebenszusammenhang herausgelösten Interessenskalkülen in die Lebenszusammenhänge einzugreifen, ohne dabei die Lebensgesetze zu berücksichtigen, erliegt der Gefahr, schlimmen Schaden anzurichten. Im Umgang mit der Natur ist es also ein anzustrebendes Ideal, so wenig wie möglich in die natürlichen Kreisläufe und Gleichgewichte einzugreifen und im Wesentlichen uns mit dem zu begnügen und uns daran zu erfreuen, was die Natur - am besten von selbst - so reichhaltig schenkt. Wie kann mensch nun weiter auf eine verantwortliche Gestaltung in der Welt hinwirken?Grundlegend dafür ist wohl, daß die Menschen, die sozusagen das Steuerruder für die weitere Entwicklung in der Hand halten, zu einem echten Verantwortungsbewußtsein heranreifen müssen. Es liegt also in der Gestaltungsfreiheit der Menschen, ob sie das Steuerruder an Bord so lenken, daß das Schiff auf ein Riff zusteuert, oder ob sie das Schiff in den göttlichen Strom münden lassen wollen. Über die gemeinsame Fahrtrichtung ist wohl Einigung unter den Menschen notwendig. Doch wie gehe ich damit um, wenn die Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die gemeinsame Fahrtrichtung angeht?Entscheidend dabei ist die Einsicht, daß ich über mein eigenes Fühlen, Wollen und Denken in direkter Erlebbarkeit, Verantwortung und Gestaltung verfügen kann und muss, daß ich aber über andere Menschen, welche diese Fähigkeiten ebenfalls in sich tragen, keine direkte Verfügbarkeit beanspruchen darf. Mir fehlt zu sehr eine (unvoreingenommene oder klar erkennbare) Überlegenheit bezogen auf die Beantwortung der wichtigsten Grundfragen im Leben wie Sinn, Moral, Gott etc., als daß ich über andere Menschen verfügen und sie bevormunden dürfte. Es ist also nicht nur so, daß jeder selbst in seinem Kopf denkt, die Köpfe sind auch - im Bild gesprochen - so sehr auf einer Höhe, daß niemand mit dem Kopf des anderen denken und entscheiden, sprich über ihn bestimmen dürfte. Wir tragen demnach alle eine Selbststeuerung in uns, welche uns niemand absprechen darf und wir auch niemandem absprechen dürfen. Diese innere Selbststeuerung haben wir - jeder Einzelne - daher voll anzunehmen, ja wir müssen sie uns regelrecht zumuten: Jeder Mensch hat die Rechtfertigbarkeit seines Handelns selbst zu verantworten. Die Folgen unseres Tuns spiegeln sich sowohl in unserem Innern als auch in der äußeren Welt wider und bestimmen weitgehend das Schicksal des Lebens! Wir tragen dafür die Verantwortung und niemand kann uns die Entscheidung über unser Tun abnehmen! Wir können auch nicht erwarten, dass uns eine äußere Autorität unser Verhalten vorschreibt! Denn jede äußere Autorität muss erst mal auf ihre moralische Vertrauenswürdigkeit hin geprüft werden, wofür jeder Einzelne deshalb zumindest die wesentlichen Beurteilungsmaßstäbe in sich selbst finden muß! Äußere Autoritäten dürfen uns demzufolge hinsichtlich der Grundorientierung für´s Leben lediglich mit (jederzeit direkt für uns verstehbaren!) Anstößen dazu helfen, die verschüttete innere Steuerung unseres Gewissens wieder freizulegen, so daß wir wieder lernen, uns dem göttlichen Strom an Lebenswissen anzuschließen, der in jedem von uns verborgen liegt. Darauf hoffe ich! Doch dürfen äußere Autoritäten nie Ersatz der grundlegenden eigenen Selbststeuerungsfähigkeit werden! Eine so vorgestellte gewaltfreie Kultur selbstbestimmter Menschen ohne Herrschaft und Bevormundung kann nur aus einer Kultur der besinnlichen Stille erwachsen, um so das blinde Befolgen von Dogmen und Gesetzen oder das unüberlegte Sich-treiben-lassen durch eine bewußt reflektierte, tiefe innere Steuerung zu ersetzen. Wenn wir in unserem Verhalten zumindest als Ausgangsbasis uns lediglich von unseren eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen leiten lassen, birgt das natürlich die Möglichkeit in sich, sich zu täuschen, sich zu irren, ja Fehler zu machen. Doch nur dadurch, daß der Mensch dies Experiment wagt, kann er zur Wahrheit gelangen! Der Wahrheitssuchende wird stets bestrebt sein, so wenig wie möglich Schlechtes zu tun, seine Fehler um des Allgemeinwohls willen wiedergutmachen zu wollen, immer wieder so viel wie möglich Ein wahrheitssuchender Mensch wird sich von daher nicht mit der begrenzten Brille eines willkürlichen und festgefahrenen Lebenskonzeptes gegenüber der Wirklichkeit durchsetzen wollen, sondern wird darum bemüht sein, sich demütig, offen und vorbehaltlos der Wirklichkeit mit ihren moralischen Lebensgesetzen unterzuordnen. Man kann auch sagen: In der Wurzel ist Gewaltfreiheit ein Lernprinzip: Sensibles Erkennen der Wahrheit - gerade auch in ihren weitläufigen Zusammenhängen! - und Sich-darauf- Einstellen statt Sich unmittelbar Durchboxen! Da unsere Erkenntnisfähigkeit also zu bruchstückhaft, relativ und unvollkommen ist - und das bei jedem Menschen in vergleichbarer Weise - darf der Mensch seine erkannte Wahrheit niemals anderen aufzwingen. Gewaltfreiheit unter (mündigen und
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