Die Schenker

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Im Einklang mit dem Gewissen leben

Von Michael Großmann, Bielefeld

Ist ein Leben ohne Geld und Gewalt möglich? Eine Antwort auf diese Frage haben zwei junge Männer für sich gefunden. Carsten Schröder und Jürgen Wagner sind bereits seit Dezember letzten Jahres ohne einen Pfennig unterwegs. Seit ein paar Tagen halten sie sich in Bielefeld auf, sitzen tagsüber in der Fußgängerzone und reden mit Passanten.

Die beiden Freunde bezeichnen sich als Christen und fühlen sich in der Nachfolge zu Vorbildern wie Gandhi und Buddha. Gewalt lehnen sie vollkommen ab. „Sogar in Notwehrsituationen würde ich mich nicht
wehren!", sagt Jürgen Wagner.

Öff!Öff!, wie Jürgen sich selbst nennt, hat seine Personalpapiere dem Bundespräsidenten überlassen, weil, er den Staat als Herrschaftssystem ablehnt. „Wir wollen nur noch die zum leben nötige Nahrung und- gegebenenfalls Unterkunft in Anspruch nehmen und das lassen wir uns von Menschen schenken. Wir nehmen kein Geld an. Wir nehmen auch nichts aus Mitleid an, sondern nur Spenden, die mit Verständnis gegeben werden. Wenn wir das nicht bekommen, müssen wir fasten oder draußen schlafen." Eine Woche ohne Essen sei auf diese Weise schon mal vorgekommen.

Öff!Öff! hat grundlegende Wertvorstellungen: Menschen sollten nach dem Wichtigen suchen und im Einklang mit dem eigenen Gewissen leben. Sie sollten gewaltfrei teilen, statt nach dem Recht des Stärkeren miteinander umzugehen. „Wenn die Menschen sich gegenseitig beschenken würden, ohne unmittelbar zu schauen, ob sie Gegenleistungen bekommen, und auf diese komplizierte Arbeitswelt und Güterverteilungswelt verzichteten, nur das Lebensnotwendige besitzen, dann brauchten sie kein Geld. Die Menschen, wie sie sich im Moment verhalten, sind dabei, alles zugrunde zu richten."

Carsten und Öff!Öff! kennen sich seit elf Jahren. Später wollen sie mit (Gleichgesinnten eine sich selbstversorgende Landgemeinschaft gründen. Vergleichbares ist in Frankreich mit der, „Arche"-Bewegung entstanden. Carsten Schröder sieht nicht ganz so verwegen aus wie sein Freund, seine Kleidung ist nicht selbst gemacht. Aber er hat dieselbe Einstellung. Er würde nicht mal in ein Geschäft gehen, um etwas zu kaufen. Den Beruf als Krankenpfleger hat er aufgegeben. Zuwendungen seien oft besser als Medikamente, meint er.

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