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Fragen an die Schenker
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Wieso nennt Ihr Euch Schenker?
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Wir stellen uns die Frage: Wie radikal müssen wir leben, damit es zu einem Ausweg aus den heutigen Problemen bzw. zu einem an die Wurzel gehenden Lösungsansatz kommen kann?
Wir sind dabei der Überzeugung, dass das Wort Schenken" der Inbegriff dieses Lösungsansatzes ist, denn Schenken - als existentielle Lebensgrundlage verstanden - kann als organisches Prinzip wirken, nach welchem sich der Mensch an dem Platz, der ihm zugedacht ist, in den großen Organismus der Welt einfügt. Und Schenken überwindet Zwangs- und Herrschaftsstrukturen, da es auf Einsicht und Freiwilligkeit beruht.
Schenken kann das Prinzip der Gerechtigkeit sein, da es (für alle!) nach Bedürfnissen zu teilen vermag. Wahres Schenken ist also der Inbegriff gewaltfreien Teilens, sozusagen das Handlungsprinzip der Liebe...
Denn Liebe schenkt" - deshalb fangen wir damit einfach an, (wollen mehr schenken als bekommen, vor allem auch unsere Arbeit verschenken usw.).
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Wieso lebt Ihr ohne Geld,wenn Mensch mit Geld doch auch was Gutes bewirken kann?
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Wenn wir nach den Schlüsselwerten suchen wollen, die zu einer insgesamt verantwortlichen Entwicklung in der Welt führen, dann gehört das Prinzip des Schenkens sicherlich zu diesen elementaren Lebensgesetzen, da es das Prinzip des Lebens und der Liebe ist...
Siehe jeden lebenden Organismus, in welchem der Austausch (zwischen Zellen z.B.) von einem gemeinsamen Zellprogramm mit dem Ziel allgemeiner Gesundheit gesteuert wird. Die einzelne Zelle bekommt nicht da, wo sie etwas gibt, gleich etwas oder genauso viel zurück. Entscheidend ist, ob der Ausgleich im Ganzen funktioniert.
Liebe schenkt und rechnet nicht auf. Schenken" ist definiert als freiwilliges Geben ohne Bedingung einer Gegenleistung". Das Geld hingegen - direkt als reales "Tauschmittel" und als Symbol verstanden - steht im direkten und unaufhebbaren logischen" Widerspruch zum Schenken, da es die Leistung mit der Gegenleistung verrechnet. Schenken wird von uns als Zeichen" gelebt, um sich dem ausufernden Mechanismus von Leistung und Gegenleistung entgegenzustellen.
So kommt es zu solch alltäglichen Situationen wie, dass ein verhungerndes Kind, welches an der Kasse steht und was zum Essen haben möchte, dieses verweigert bekommt, nur weil es das Geld nicht hinlegt, und jemand, der ein ganzes Waffenarsenal aufkaufen will, dies tun kann, wenn er nur das Geld dafür bezahlt.
Im Geldmechanismus liegt also eine entscheidende Wurzel der sozialen, ökonomischen und ökologischen Ungerechtigkeit, denn durch das Geld kann der Mensch sich der Dinge bemächtigen, und zwar in vom organischen Lebenszusammenhang losgelöster Weise. Wenn nun der Mensch sich der Dinge durch das Geld bemächtigt, ermächtigt er sich indirekt auch über Menschen, indem er z.B. Macht über deren Zeit, Energie und Arbeitskraft gewinnen kann.
Durch den anonymen Geldmechanismus wird sich also über die Bedürfnislage und die Fähigkeiten des Einzelnen (und der globalen Lebensgemeinschaft) hinweggesetzt, und er stellt dadurch einen vom organischen Zusammenhang losgelösten, d.h. willkürlichen Mechanismus dar, welcher den krebsgeschwürartigen Individualismus begünstigt.
Nicht also, weil oder wieviel da ein Mensch gibt, darf genommen werden, sondern wir dürfen nur soviel in Anspruch nehmen, wie es der sozial- ökologische Zusammenhang erlaubt bzw. wie es diesem dient.
(Das sind dann sozusagen moralische Nutzungsrechte", im rechten Verhältnis zu Mitmenschen, Tieren, Pflanzen etc.)
Oft wird uns gesagt, dass die Menschen sich den Wohlstand erarbeitet und von daher verdient haben. Doch wir können uns ja mal fragen, was wir haben, das wir nicht letztlich auch geschenkt bekommen hätten, oder wieviel wir mit unserer Hände Arbeit schaffen, wenn wir nicht in die ausbeuterischen und hochtechnisierten Strukturen eingebunden sind.
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Wie versorgt Ihr Euch, wenn Ihr ohne Geld lebt?
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Das hängt von der jeweiligen Lebensform ab, die wir gerade praktizieren.
Beim Pilgern" auf der Straße ist es hauptsächlich so, dass wir entweder etwas zu essen geschenkt bekommen oder fasten; wir entweder eine Übernachtungseinladung angeboten bekommen oder draußen schlafen. Diese Lebensform wurde von uns jahrelang - sommers wie winters - praktiziert.
In unserem Haus der Gastfreundschaft" für Menschen aus Not ist die materielle Lebensgrundlage in erster Linie die Resteversorgung. Das, was heutzutage weggeworfen wird, sei es bei Obst- und Gemüsemärkten, Supermärkten etc., bekommen wir, um uns und mitlebende Gäste zu versorgen.
Im Friedensgarten" ist der Schwerpunkt, die Grenzen einer möglichst einheimischen (Wild)-Rohkost auszuloten und sich hauptsächlich von
dem, was die Natur einem schenkt, zu ernähren, was eine ökologische Gartenkultur nicht ausschliesst.
Und natürlich könnte neben der Vereinfachung und Bescheidenheit, dem Leben von Resten und der Selbstversorgung der Austausch von Geschenken unter Menschen viel mehr kultiviert werden.
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Was macht Ihr, wenn Ihr krank werdet?
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Einerseits beschäftigen wir uns mit natürlicher Heilung und Ernährung, was dazu führen soll, daß Zivilisationserkrankungen erst gar nicht entstehen. Darüber hinaus regen wir dazu an, dass so etwas wie solidarische Heilerkreise" entstehen, Kreise von Menschen also, wo zum einen das Wissen um natürliche Heilung zusammengetragen wird und zum anderen vielleicht ein Solidarnetz erwachsen kann, in welchem Menschen einander in solidarischer Hilfe beistehen.
Wenn wir aber doch ärztliche Hilfe brauchen sollten, ist es bei uns so, dass wir diese entweder geschenkt bekommen oder bereit sein müssen, mit den Folgen unserer Krankheit fertig zu werden.
(Wir wollen dieses auch als Zeichen" leben, um das auf dem Solidaritätsprinzip aufruhende Versicherungswesen auf seinen Ursprung zu verweisen.)
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Erzählt mal von Eurer konkreten Praxis der Gewaltfreiheit!
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Nachdem wir uns von struktureller Gewalt staatlicher Strukturen gelöst haben, wollen wir unsere Gewaltfreiheit gegenüber den armen und schwierigen Menschen bewähren. Gewaltfreiheit ist dabei kein passives Prinzip, sondern erfordert schon ziemlich viel Phantasie, um in angemessener Weise mit schwierigen Situationen umzugehen.
Einmal wurde im Haus der Gastfreundschaft z. B. von einem Nachbarburschen und einem beherbergten Gast großteils die Vorratskammer geplündert, Öffi! und ich antworteten auf diesen Vorfall mit einem einwöchigen Fasten, um so das Gewissen der Entwender zu erreichen, in der Hoffnung, dass ein echtes Teilen nach Bedürfnissen auch unter den mitlebenden Gästen möglich würde.
Ein andermal fand Öff!Öff! Kerzen im Container. So etwas kommt sehr selten vor. Die beherbergten Gäste, die z. T. auch Sozialhilfe bekamen, klauten Öff!Öff! einen Großteil der Kerzen. Öff!Öff! verschenkte daraufhin alle Kerzen den Gästen und beschloss, mit dem Tageslicht ins Bett zu gehen.
Einmal saßen Öff!Öff! und ich in der Stube Abendbrot" essen. Ein Gast kam wutentbrannt herein und haute seinen mit Stahlkappen versehenen Stiefel in Öff!Öff!s Gesicht. Ich stellte mich schnell dazwischen - als lebendige Hemmschwelle. Für den Gast war dies so unglaublich, wie ich mich als Frau so schützend vor Off!Öff! stellen konnte, auch auf die Gefahr hin, dass ich auch vermöbelt werde. Der Gast ließ sich daraufhin aufs Sofa fallen und fing zu heulen an...
Einmal kamen 3 Autos vors Haus der Gastfreundschaft gefahren und ca. 15 junge Menschen mit Bomberjacken und Baseballschlägern in der Hand stiegen aus. Sie gingen schnurstracks auf das Haus zu, rissen alle Schilder runter und wollten ins Haus stürmen, um alles kurz und klein zu hauen.
Als ich dies sah, ging ich auf sie zu und fragte sie, weshalb sie dies
täten, und wenn sie etwas gegen uns hätten, wir uns gerne auch in die Stube setzen könnten, um dies auszudiskutieren. Außerdem wüsste ich gar nicht, weshalb sie etwas gegen uns haben, da wir ja weder in das linke“ noch in das rechte" politische Spektrum einzuordnen wären und wir von daher kein Feindbild für sie darstellen müssten.
Wir wären lediglich Menschen, die anderen helfen wollen, und dabei niemandem etwas wegnehmen wollen. Ich erzählte ihnen, dass wir z. B. auch schon einen Jugendlichen aufgenommen haben; der sich ursprünglich als rechtsradikal" verstand und uns zuvor eine Fensterscheibe einschoss. Öff!Öff! kam nun mittlerweile auch dazu, und es kam zu weiteren Gesprächen. Einer von ihnen fragte, ob wir denn auch ihn aufnehmen würden, worauf wir antworteten, dass wir jeden aufnehmen würden.
Irgendwann meinte einer von ihnen, der in der Gruppe wohl einiges zu sagen hatte: Komm, lass die in Ruhe, die sind eigentlich ganz in
Ordnung..."
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Wäre es nicht besser, die Menschen nur ganz allmählich von solchen Idealen züberzeugen anstatt sie mit einer Kritik zu konfrontieren, die ihr so gewohntes Leben in Frage stellt?
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Wir wollen die Menschen in ihrem Vermögen, freie Entscheidungen treffen zu können, ernst nehmen (Mündigkeit").
Dann ist die Entscheidungsfreiheit die eine Seite der Medaille, die Kehrseite davon ist aber nun mal die Verantwortlichkeit, die jedem Menschen, wenn er freie Entscheidungen treffen will, zuzutrauen und zuzumuten ist. Heutzutage ist es ja leider so, dass alle in aller Freiheit konsumieren wollen, doch wer ist schon bereit, für die Folgen gerade zu stehen? Oder?
Zur Gewaltfreiheit gehört es also, die Menschen in ihrer Entscheidungsfähigkeit ernst zu nehmen und sie zu respektieren. Ansonsten wäre es eine Art von erzieherischer Bevormundung, ihnen - in dem Wissen, dass mehr von ihnen zu erwarten wäre, wenn es zu einer verantwortlichen Entwicklung in der Welt kommen soll - nur kleine Häppchen vorzukauen, mit dem Hintergrundsbewusstsein, dass sie das andere eh nicht verstehen.
Jesus wurde dafür ans Kreuz genagelt, weil er eine unangenehme Wahrheit gepredigt hat, worauf die Menschen allergisch reagiert hatten. Doch, wenn Menschen sich mit den Opfern in dieser Welt solidarisieren wollen, dann gehört auch dazu, die Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen.
Allerdings glauben wir, von uns sagen zu können, daß wir uns eine recht unaufdringliche Art angewöhnt haben, getreu dem Motto:
- “Antworte nur, wenn Du gefragt wirst, aber lebe so, dass Du gefragt wirst.”
Ein anderes von uns geschätztes Motto ist:
- “Diene anderen Menschen so demütig, als könnten sie für alles nichts; und lade sie so sehr zu Verantwortungsgefühl ein, als seien sie an allem Übel der Welt persönlich schuld.” und
- “Ermutige die Menschen mit dem, was sie schon tun, statt sie mit dem zu lähmen, was sie noch nicht tun.”
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Welche Spiritualität praktiziert ihr?
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Der Nerv unserer spirituellen Praxis ist wohl der, auf die wichtigsten Lebensfragen wahrhaftige Lebensantworten zu finden, und das, was als richtig erkannt ist, zu realisieren, um so den Platz im Ganzen zu finden.
Zuerst ist das Leben verantwortlich zu gestalten, und erst dann sind die wichtigsten Voraussetzungen für echte Meditation oder Spiritualität geschaffen.
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Was denkt ihr über die heutigen Angebote spiritueller
Praxis?
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Oftmals wird eine spirituelle Praxis gegen die Forderung der Liebe ausgespielt, oder gar als billiger Ersatz für Lebensumkehr verstanden. Der Trugschluss besteht wohl darin, in höhere Welten abheben zu wollen, - ohne moralische Läuterung hier auf Erden...
Ich bin der Überzeugung, dass es einem mehr Kraft gibt, vorbehaltlos seinem Gewissen zu folgen, statt mit jahrelanger Meditationspraxis am Wesentlichen vorbeizuleben. Oftmals werden auch spirituelle Techniken angewandt, um sich in gestärkter Weise innerhalb dieses Konkurrenz- und Durchsetzungskampfes besser behaupten zu können.
Zum Teil geht es im Esoterikmarkt“ auch um ein eitles Showgerangel, mit gleichzeitigem Profitinteresse, so dass die heutigen Angebote sicherlich sehr kritisch zu bewerten sind.
Und dann wird sich oft noch in meditativer Weise im Nichtdenken"
geübt, während der Mensch die Ebene des verantwortlichen Denkens eher vernachlässigt und Fünf gerade sein lässt".
Dabei können Gespräche wie das folgende herauskommen:
Tü!Tü!: Eigentlich müssten wir doch unser Handeln nach insgesamt verantwortlichen Maßstäben ausrichten." Die Antwort eines praktizierenden Esoterikers lautet darauf: Ja, das sagst Du, weil Du eine Frau bist und die Verantwortlichkeit ein weibliches Prinzip ist. Für mich als Mann, der ich den männlichen Prinzipien leben will, trifft dies nicht
zu."
Dies ist nur ein Beispiel, wie eine abgehobene Esoterik das vernünftige Denken vernebeln und zersetzen kann.
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Seid Ihr Schenker religiös gebunden?
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Wir Schenker sind offen für Menschen der unterschiedlichsten religiösen oder weltanschaulichen Hintergründe. Unser Anliegen ist es, sich auf die wichtigsten Grundwerte (siehe oben Was wesentlich ist" oder unsere Grundsatztext-Sammlung") zu einigen; und alles andere, was darüber hinausgeht, soll möglichst offen und frei gestaltbar sein.
So kann bei uns jeder die Art seiner spirituellen Praxis in einer Weise gestalten, wie es ihm am meisten Kraft gibt. Es gibt Schenker, die durch das Motto Bete und arbeite" ihr Christusbewusstsein" entwickeln
wollen, andere üben sich in Meditation oder Yoga.
Für uns persönlich - Öff!Öff! und Tü!Tü! - hat das, was Jesus gelebt und z. B. in der Bergpredigt" zum Ausdruck gebracht hat, am meisten Ausdruckskraft.
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Heiligt der Zweck die Mittel?
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Dies hängt sicherlich vom Zweck und den genaueren Umständen ab.
So soll z. B. die Gewaltfreiheit das Mittel für das Ziel einer verantwortlichen Entwicklung der Welt sein. Wenn nun aber die Einhaltung der Gewaltfreiheit in einem ganz speziellen Fall es nicht möglichen machen würde, dass eine verantwortliche Entwicklung überhaupt zustande kommen könnte ( - dies wäre wohl in Extremsituationen der Fall, wenn jemand z. B. unmittelbar zum roten Knopf greifen würde, um die Erde in die Luft zu sprengen, alle gewaltfreien Mittel versagt haben oder unmöglich sind und man ihn nur aus der Ferne erschießen könnte...), dann muss man wohl von der Gewaltfreiheit - um eines höheren Zieles willen - eine Ausnahme machen. In diesem Falle würde also das Mittel geheiligt um eines höheren Zweckes willen.
Grundsätzlich ist es aber so, dass, wenn mein Ziel eine wirklich tragfähige verantwortliche Entwicklung in der Welt ist, und dies lediglich auf der Basis der Einsicht und (Gewalt-)Freiheit jedes Einzelnen gewollt ist, dann die entscheidenden Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, die eigene Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des einzelnen Beispiels sind.
Dann müssen die Mittel extrem sauber“ sein, und statt daß der Zweck die Mittel heiligen würde“, müßten Mittel und Zweck, wie Gandhi es ausdrückt, zueinander passen wie ein Same zu dem Baum, der daraus erwachsen soll“...
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Wieso lehnt Ihr die Technik ab?
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Wir lehnen die Technik nicht grundsätzlich ab. Das Messer - als eine Form von Technik kann dafür verwendet werden, um einen Menschen zu töten oder aber einen Apfel auseinander zu schneiden. Das Entscheidende ist wohl, wie wir die Technik einsetzen.
Bei der Technik allerdings, welche durch diese hoch industrialisierte Massengesellschaft entstanden ist, sollte einem bewusst sein, mit wie vielen Opfern solch ein Produktionsprozess verbunden ist. Es sind die Opfer dieser Konkurrenzwirtschaft und der herrschaftlich verwalteten Menschenmassen.
Wenn wir aber eine Gesellschaft anstreben, bei welcher Gewaltfreiheit und Teilen die zugrundeliegenden Schlüsselwerte sind, dann wird dies wohl nur innerhalb kleiner überschaubarer Lebensgemeinschaften möglich sein... Denn echtes Teilen und die Fähigkeit, einstimmige Entscheidungen zu treffen, setzen voraus, dass ich den anderen ausreichend kenne. Aus solch kleinen überschaubaren Lebensgemeinschaften wird wohl nur ein begrenztes Maß an Technikeinsatz erwachsen.
Bei den Kindern sagt man ja Messer, Gabel, Schere, Licht ist für kleine Kinder nichts", doch gilt dies nicht auch für die Technik, welche nicht in die verantwortungslosen Hände der Menschenkinder gehört? Bevor also die Menschen anfangen, komplizierte Technik einzusetzen, wäre es wohl angebrachter, zuerst zu einem echten gemeinsamen Verantwortungs- bewusstsein zu kommen.
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Wie seid Ihr an Land und Gebäude für Eure sesshaften Projekte gekommen?
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Die "Schenker-Bewegung" nahm ihren Anfang mit der Lebensform des Pilgerns. Gepilgert wurde ohne Geld, Privateigentum und Personalpapiere, und ohne ein soziales Netz mit Hintergrund.
Dabei lernte Öff!Öff! jemand kennen, der meinte, dass er ein recht altes und heruntergekommenes Haus hätte.
Tü!Tü!, die kurz zuvor ihr Abitur geschmissen hatte und ihren Lehrern in der Schule eh schon ankündigte, ein Haus der Gastfreundschaft“ für Menschen aus Not (nach dem Vorbild der Catholic Worker aus Amerika) aufzubauen, kam diese überraschende Gelegenheit sehr gelegen.
Da sich der Eigentümer als Sympathisant unserer Ideale verstand, überließ er uns das Haus im Sinne "moralischer Nutzungsrechte".
Im Lauf der Jahre unserer Schenker-Lebensweise schloss sich ein Kreis von inhaltlichen Unterstützern“ bzw. Schenker-Verbündeten“ zu einem Verein zur Förderung des Schenkens VFS e.V.“ und dem FdSB e.V. - Förderverein der Schenker-Bewegung zusammen, welche sich u. a. zum Ziel setzten, Land freizukaufen, so dass es nicht mehr wiederverkauft werden könne und an idealistische Ideen gebunden sind.
Der VFS e.V. wollte für den Aufbau eines Selbstversorger-Projektes, eines zweiten sesshaften Gemeinschaftsprojekts, im Dörfchen Pommritz bei Bautzen ein 20 Jahre leer stehendes Häuschen mit Land - den heutigen Friedensgarten“ - freikaufen, doch dann ging der rechtliche Eigentümer nicht mehr zum Notarstermin. So sind die bürgerlich- rechtlichen Eigentumsverhältnisse im Hintergrund dort recht ungeklärt, doch sind wir auch mit der Zustimmung des rechtlichen Eigentümers an diesem Ort.
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